Presseberichte

 

 

"Nicht nur das Dessert war prima" Der Kurier 26.04.2013

"Entdeckungsreise durch die Welt des Hotels" BNN 23.04.2013

"Wenn der Jutebeutel blinkt" ka-news 07.02.2013

"Warum blinkt denn das T-Shirt?" BNN 08.02.2013

"Techniktage speziell für Mädchen" BNN 07.11.2012

"Die Arbeitswelt entdecken" INKA Stadtmagazin 15.07.2012

"Welche Ausbildung passt zu mir?" Stadtzeitung 13.04.2012

"Lernen von Lernenden" BNN 05.04.2012

"Schritt ins Berufsleben wird leichter" BNN 31.03.2012

"Doppelstrukturen und Finanzierungsfragen" BNN 24.10.2011

"Beo-Netzwerk: Schüler auf Beruf vorbereiten" Stadtzeitung Karlsruhe 15.07.2011

"Unterstützung auf dem Weg ins Berufsleben" Boulevard Baden 17.07.2011

"BEO vermittelt Kompetenz" BNN 12.07.2011

"Mehr Beteiligung der Jugendlichen" BNN 16.04.2011

"Neuer Treffpunkt für Rintheims Jugend" - BNN 30.10.2010

"Im Einsatz für ihre Zukunft" - DAHEIMjournal 03/2010

"Eine Erfolgsgeschichte" - Wochenblatt 18.08.2010

"Das beo-Projekt ist bis zum Jahr 2013 gesichert" - BNN 30.07.2010

"Schüler Sollen ihre Stärken kennenlernen" - BNN 16.07.2010

"Azubis sind für Schüler die beste Anlaufstelle" - BNN 20.07.2010

"Hollywood in Stutensee" - Stutensee Woche Nummer 26

"Keiner kanns so toll wie Maler Doll" - Stutensee Woche Nummer 25

"Mehr als nur eine Theke" - Rheinstettener Wochenzeitung Nummer 22

"Rasende Reporter auf dem Weg nach Hollywood" - Stadtanzeiger Philippsburg 10.07.2010

"Willianer von Morgen?" - Willi Juni 2010

"Quali-Pass für Schüler aus Stutensee" - Stutensee Woche 29.04.2010

"beo hilft bei der Berufsorientierung" - Philippsburger Stadtanzeiger 29.04.2010 (Pressebericht)

"beo hilft bei der Berufsorientierung" - Philippsburger Stadtanzeiger 29.04.2010 (Bilder)

"Schüler machen Zeitung"- Boulevard Baden 16.05.2010

"Einblick in das Malermetier" - BNN Ettlingen 07.04.2010

"DJ-Kanzel für den Jugendtreff" (waldbronn.de)

Azubi der Firma Kieselmann berichtet über das beo- Projekt "Deine Zukunft bei Kieselmann"

"Früh engagieren!" - Kurier (Hardt) 30.10.09 (mp3)

"Regionalnachrichten" - Radio Regenbogen 15.07.09 (mp3)

"'Beo' kommt bei den Schülern im Landkreis gut an" - BNN 15.07.09

"Zündende Idee gut umgesetzt" - BNN 18.06.09

"Discofieber im Kinder- und Jugendhaus Durlach" - Durlacher Blatt 12.06.09

"Kompetenzen im Kinderhaus Sonnenschein vermittelt" - Rheinstettener Wochenzeitung 22.05.09

"Team 'Schoko' gewinnt Kochduell" - BNN 22.05.09

"Schulhaus der Durlacher Pestalozzischule verschönert" - Durlacher Blatt 14.05.09

"Bürgermeister, wir kommen" - BNN 04.05.09

"Beo wird stark nachgefragt" - BNN 04.05.09

"Beo bringt infos aus erster Hand" - Phillipsburger Stadtanzeiger 30.04.09

 

 

Karlsruher Wochenblatt, 27.05.09

"Beo" und Spargel-Projekt 

Beim Projekt zur Berufsorientierung "Beo" war es jetzt auch im "Scheck-In-Center" in Durlach soweit. Thema das "Beo"-Projektes im Supermarkt waren Spargel und Erdbeeren. An vier Nachmittagen informierten der Auszubildende Christian Kubot und seine Kollegin Janina Dehm über die Geschichte des Spargels, gaben Hilfestellung bei der Zubereitung von stilvollen Präsentationen einer Spargelvariation zum Probieren für Kunden. "Dazu gehört natürlich auch das äußere Erscheinungsbild, das Aushängeschild eines jeden Betriebes", betont Filialleiter Ralf Engesser. Schüler hatten die Chance, sich an der Wurst- und Fleischtheke und an der Kasse auszuprobieren. Auch eine Marktführung, die den Blick hinter die Kulissen des Marktes ermöglicht, wurde durchgeführt. (ps)

 

 

Stutensee Woche, 07.05.09

BEO-Projekt im Rathaus Stutensee

 

Im Rahmen des Projektes zur Berufsorientierung (BEO) trafen sich mehrere Schüler des Landkreises im Rathaus Stutensee. In insgesamt 4 Treffen auf freiwilliger Basis wurde den Schülern zuerst in einer Rathaus-Rallye ein Einblick in das Leben des Rathauses vermittelt. Nach dem ersten Eindruck stellten Mitarbeiter das vielfältige Ausbildungsspektrum der Stadtverwaltung vor.

 

Anhand des gesammelten Wissens bildeten die Schüler Gruppen in denen sie ihren ausgewählten Berufszweig näher betrachteten. Anschließend erstellten die Jugendlichen im Team eigenverantwortlich eine Präsentation für Schüler. So konnte das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, das Gelernte in die Praxis umgesetzt sowie der generelle Ablauf einer Präsentation einstudiert werden.

 

Das Projekt der Stadt stieß durchweg auf positive Resonanz und hinterließ einen bleibenden Eindruck. Vor allem die vielfältigen Aufgabenbereiche und Herausforderungen überraschten die Schüler.

 

Für die erfolgreiche Teilnahme an der Veranstaltung erhielten die Jugendlichen eine Urkunde von der Regionalbeauftragten für Stutensee. Zusätzlich stellt das Landratsamt hierfür einen sogenannten „Quali-Pass“ aus, in dem die Teilnahme an entsprechenden Projekten vermerkt wird.

 

 

Sendung - "Live im Radio" - beo-Projekt in Kooperation mit Radio Querfunk Karlsruhe - hier runterladen

 

 

BNN, 22.04.09

Zum Abschluss gibt es ein "Koch-Duell"

Zwei Schülerteams treten beim Berufsorientierungsprojekt beo zum Berufsfeld Koch in Rheinstetten gegeneinander an

Rheinstetten (hol). „Wer von euch kann sich denn vorstellen, später mal Koch zu werden?“ fragt Tobias Burkart die elf Jugendlichen in der Küche der Forchheimer Schwarzwaldschule. Fast alle Hände gehen in die Höhe, manche zaghaft, doch die meisten sofort. Die Achtklässler nehmen am Berufsorientierungsprojekt des beo-Netzwerkes teil, welches Schülern der siebten bis neunten Klasse die Möglichkeit gibt, in die verschiedensten Ausbildungsberufe hineinzuschnuppern.

Der Erbprinz-Koch Burkart erzählt den Jungs seines Teams von der drei Jahre dauernden Ausbildung, was Pâtisserie und ein Saucier ist und dass man nicht nur angesichts der ungewöhnlichen Arbeitszeiten „immer mit Herzblut dabei sein muss.“ Der 14-jährige Felix Braun, einziger Teilnehmer aus der Schwarzwaldschule, kann schon mit etwas Küchenerfahrung aufwarten, er hat bereits Muscheln mit Spaghetti und auch Crème brûlée zubereitet. Doch auch seine Mitstreiter können – ihre kulinarische Karriere betreffend – mindestens den „Koch-Klassiker“ vorweisen: Nudeln mit Tomatensauce hat jeder von ihnen schon gekocht.

Die Auszubildende Sonja Block und Burkart, der schon zum zweiten Mal an dem Projekt teilnimmt, treffen den richtigen Ton im Umgang mit den Jugendlichen: beim Gemüse waschen, dem Schneiden des Fleischs und dem Anrühren der Sauce arbeiten die Teens hochkonzentriert, holen sich Tipps und schauen den Profis neugierig auf die Finger. Zudem geht es ja auch um etwas, denn die jungen Köche messen sich mit einer weiteren beo-Gruppe, die unter der Leitung des Küchenchefs des Restaurants Schoko, Mathias Wernert, an der Albert-Schweitzer-Schule am selben Projekt teilnimmt. Nach den vier Terminen, bei denen die Zubereitung von Vorspeisen, Suppen, Hauptgerichte und Desserts geübt werden, treten die zwei Teams anschließend in einem Kochduell gegeneinander an, wo sie eine Jury von ihren Kochkünsten überzeugen müssen. Ein Jurymitglied wird neben sechs Mann der freiwilligen Feuerwehr Rheinstetten auch Agnes Jaworek sein, die Sozialpädagogin, welche für die Organisation des beo-Projekts im Raum Ettlingen, Waldbronn und Rheinstetten verantwortlich ist. Bei ihr laufen die Fäden zusammen, wenn es darum geht, die Betriebe, Schulen und Auszubildenden zu vernetzen.

Laut Jaworek werden durch das regionale Netzwerk, in welches über 40 Schulen aus dem ganzen Landkreis eingebunden sind, „ganz verschiedene Berufsfelder präsentiert und eine Vertiefung der Ausbildungsreife erlangt.“ Das vom Stadtjugendausschuss und dem Landratsamt Karlsruhe getragenen Projekt soll die 13- bis 15-Jährigen in Theorie und Praxis für das Berufsleben fit machen: Im ersten Block wird ihnen Sozialkompetenz vermittelt, wie man sich korrekt bewirbt oder effektiv für Prüfungen lernt. Im zweiten Block folgt das Kennenlernen der Praxis, sei es das Berufsleben eines Augenoptikers, Schlossers, Industrietechnikers – oder eben das eines Kochs. Und wer erfolgreich mitgemacht hat, das gilt übrigens auch für die beteiligten Azubis, erhält von beo ein Zertifikat.

Wie auch immer das Duell zwischen „Team Schoko“ und „Team Erbprinz“ ausgehen wird – eine Kostprobe der Antipasti bestätigt, dass die Jurymitglieder zu beneiden sind.

 

 

 

Stadtanzeiger Philippsburg, 09.04.09

Jung und Alt an einem Tisch

Mit dem "beo"-Projekt im Philippsburger Seniorenhaus
Von der Schule in den Beruf. So läuft das in der Regel bei den Jugendlichen. Genauer gesagt: es geht in die Ausbildung. Aber weiß man eigentlich, worauf man sich da einlässt? Kennt man den Beruf, den Arbeitsbereich überhaupt, den man sich da als mögliches Ziel vorstellt? Da hilft zum Beispiel "beo". Was ist das? Ein Netzwerk der Jugendagenturen von Stadt und Landkreis Karlsruhe, von der Bundesagentur für Arbeit und von Schulen, Betrieben, Jugendeinrichtungen und vielen mehr.

Die bieten eine ganze Reihe von praktischen Projekten an, die man sich je nach Interesse aussuchen kann. Da bekommt man praktischen Einblick in den Beruf, der einem vielleicht schon vorschwebt. Danach weiß man jedenfalls viel eher, "das ist was für mich" oder "nein, so habe ich mir das nicht vorgestellt, Finger weg". Solche Erkenntnis sollte man sich so früh wie möglich verschaffen, nicht erst, wenn es vielleicht schwer ist, aus einer Ausbildung wieder auszusteigen.

Im Philippsburger Seniorenhaus St. Franziskus war mit einem solchen beo-Projekt eine Gruppe Schülerinnen um die 14 bei drei solchen Terminen dabei. Pflegerische Berufe haben wohl Konjunktur auf Dauer. Man weiß, dass wir alle heute älter werden als in früheren Generationen. Mancher bleibt zwar lange erstaunlich rüstig, mancher hat auch Angehörige, die sich später um ihn kümmern. Aber viele haben niemanden, der da zuverlässig einspringen und betreuen könnte. Man geht also ins Seniorenheim. Wer gern mit Menschen umgeht und arbeitet, ist dann zum Beispiel als Altenpfleger in Seniorenhäusern oder Altenheimen gefragt. Darum auch der Besuch der jungen Leute im Haus St. Franziskus. Übrigens waren da nicht nur Hausleiter Günther Leinweber und Beschäftigungstherapeutin Nicole Wimmer ihre Ansprechpartner. Auch die Azubis, die mit ihrer Arbeit dort schon vertraut sind. Zum Abschluss der "Heimerkundung" ging es um einen Spielenachmittag für betagte Heimbewohner und ebenso betagte Tagesgäste. Auf dem Tisch lag ein großes bunt bemaltes Tuch mit Szenen aus dem Wald.

Man kennt ja ähnliche Gesellschaftsspiele vom "Mensch ärgere dich nicht" bis "Monopoly". Der Gag lag bei der Sache: Je nachdem, auf welches Feld man zog, musste man Fragen über Waldtiere oder Märchengestalten beantworten, sich an einen alten vertrauten Liedtext erinnern oder sonst seine Erinnerungen wieder lebendig werden lassen. Was vielleicht keiner gedacht hätte: Es wurde manchmal eine richtig lustige Suche, an der alle Spaß hatten. Das klingt ganz einfach. Aber es verlangt von den Betreuern Einsatz. Der Umgang der Azubis, der jungen Männer, mit den Alten und Müden ein Problem? Dreimal nein.

Wer den beo-Nachmittag miterlebt hat, kam aus dem Staunen nicht heraus, wie unverkrampft, oft geradezu herzlich die Jungen mit den Alten umgingen. Man möchte wetten, dass die jungen Mädchen das gespürt haben. Und die eine oder andere wird in ähnliche Fußstapfen treten. Sie weiß jetzt: Das kann ich auch, und es macht sogar Freude. Das sind beste Berufsvoraussetzungen. Anna Fünffinger vom beo-Team im Landkreis, die dabei war, wird die gute Nachricht weitertragen.

 

 

 

Fotostrecke "beo" bei ka.news.de

kurier, 13.02.09

Projekte für Jugendliche aus der Region

Beo erleichtert Berufswahl

Karlsruhe (pm). Um Jugendlichen der Region die Berufswahl zu erleichtern und ihre Ausbildungschancen zu verbessern, haben sich die Jugendagenturen des Stadt- und Landkreises und die Berufsberatung der Arbeitsagentur zu einer Projektgemeinschaft zusammengeschlossen. Vorrangiges Ziel dieser Gemeinschaft ist es, Schülerinnen und Schüler der Klassen 7-9 - an insgesamt vierzehn Pilotschulen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe - mit dem Projekt zur vertieften Berufsorientierung (BEO) beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen. Am 11. Februar stellten Harald Denecken, Erster Bürgermeiser der Stadt Karlsruhe, Peter Kappes, Leiter Dezernat III des Landratsamtes Karlsruhe und Hartmut Pleier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Karlsruhe, das Gemeinschaftsprojekt der Presse vor.
"Ausbildung ist der Schlüssel für einen gelungenen Einstieg in das Berufsleben. Vor der Berufswahl benötigen die jungen Menschen gezielte Hilfe zur Berufsfindung und konkrete Begleitung. Viele Jugendliche haben zu wenig Kenntnisse oder falsche Vorstellungen von Ausbildungsberufen oder konzentrieren sich nur auf wenige Ausbildungsberufe. Mit dem Gemeinschaftsprojekt BEO wollen wir die Schülerinnen und Schüler unterstützen und zusätzliche Impulse geben. Dabei sind wir besonders auf die gute Zusammenarbeit mit den Schulen, deren intensive Begleitung und Unterstützung angewiesen", sagt Hartmut Pleier.
Das Projekt gibt Jugendlichen die Möglichkeit, in verschiedenen Bausteinen ihre Sozial- und Ausbildungsreife zu vertiefen und in praktischen Modulen ihre Fähigkeiten zu testen. Dabei steht die Praxis eindeutig im Vordergrund.
Um die Schüler entsprechend ihrer Stärken und Neigungen fördern zu können, stehen zu Beginn des Projektes die Themen Kommunikation und Konflikte, Team- und Gruppenkompetenz, Biografiearbiet, Vorstellungsgespräch mit Videoauswertung einschließlich Typberatung und Benimmtraining sowie die Onlinebewerbung auf dem Programm.
Danach folgt die Praxisphase. Die Jugendlichen testen und probieren konkrete Berufsfelder und üben die anfallenden Arbeiten und Tätigkeiten selbst aus. Sie erhalten dadurch Einblicke in unterschiedliche Berufszweige, erlernen planerische und handwerkliche Fähigkeiten und Fertigkeit en.
Bisher sind unter anderem folgende Berufspraxisprojekte geplant: Bau eines Elementes im Hochseilgarten; das perfekte Dinner: Schüler planen und organisieren ein perfektes Menü für ca. 20 Personen; Sitzgelegenheiten für den Schulhof (Holzverarbeitung); Schulbibliothek katalogisieren; Projekte im Bereich Pharmazie. Zuätzlich werden Kontakte zu Betrieben geknüpft; Projekte mit und in Betrieben angeboten. Dort können sich die jungen Leute präsentieren, sich mit Azubis austauschen und sich selbst ein Bild davon machen, welche Anforderungen ein Beruf an Arbeitnehmer stellt.
Das Projekt findet in Kooperation mit insgesamt 70 Schulen - also rund der Hälfte aller Schulen - im Stadt- und Landkreis Karlsruhe, statt. Es ist schulübergreifend angesiedelt und mit dem Konzept der Schulen abgestimmt. Die Teilnahme ist freiwillig; 2008 haben bereits gut 1600 Schüler teilgenommen. 2009/2010 wird diese Zahl deutlich höher sein.
Die Gruppenarbeiten werden in unterrichtsfreien Zeiten, in Schulen oder Jugendzentren angeboten. Jedes Team hat einen Projektcoach, der unterstützt und Hilfestellung gibt. Die Projektaufgaben haben einen konkreten und ideellen Wert, damit sich die gesamte Gruppe mit dem Ergebnis identifizieren kann. Werden die gestellten Anforderungen von den Schülern erfüllt, erhalten sie ein Zertifikat. So gerüstet, können sie für sich bei einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz eindrucksvoll "werben".

 

ka-news.de, 12.02.09

Projekte zur vertiefeten Berufsorientierung: Einblicke in die Arbeitswelt

 

Karlsruhe (ps/fee)- Um den Jugendlichen der Region die Berufswahl zu erleichtern und ihre Ausbildungschancen zu verbessern, entstand das Projekt zur vertiefeten Berufsorientierung (BEO). 2007 wurde BEO von den Jugendagenturen der Stadt und dem Landkreis und der Berufsberatung der Agentur für Arbeit ins Leben gerufen.
Gestern stellten Harald Denecken, Erster Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Peter Kappes, Leiter des Dezernats III des Landratsamtes Karlsruhe und Hartmut Pleier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Karlsruhe, das erfolgreiche Gemeinschaftsprojekt vor. BEO richtet sich an Jugendliche, die auf der Schwelle zwischen Schule und Beruf stehen. Das Ziel dieses Gemeinschaftsprojekts ist es, Schüler der Klasse 7 bis 9 bei diesem Übergang zu unterstützen.
Besonders ist hierbei die Mischung der Schularten: Das Projekt spricht Schüler der Hauptschule, Werkrealschule und Realschulen, genauso wie Gymnasiasten an. "Bei dem Projekt werden auch die Jugendeinrichtungen einbezogen, wodurch die Jugendlichen flächendeckend erreicht werden. Zudem haben sie somit auch noch nach den Projekten bei der Zukunftsplanung Ansprechpartner, die sie weiter betreuen können.", so Elisabeth Peitzmeier, Stellvertretende Geschäftsführerin des Stadtjugendausschusses e.V.

"Die Jugendlichen sollen mit BEO bestmöglich auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden", so Hartmut Pleier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit. "Filme, Broschüren und Vorträge über Berufsberatung reichen da nicht mehr aus, die Jugendlichen müssen was erleben. Beruf-Ergreifen muss Spaß machen."

BEO besteht aus zwei Bausteinen. Im Baustein I lernen Schüler Sozial- und Teamkompetenzen. Bei den 61 angebotenen Workshops wurden Themen wie "Kommunikation und Konflikte" oder sicheres Auftreten bei Vorstellungsgesprächen behandelt. Praktische Projekte stehen im Baustein II im Vordergrund. Hier bekommen die Jugendlichen bei 38 praktischen Arbeitsprojekten Einblicke in Ausbildungsberufe und können dabei ihre eigenen Fähigkeiten erkunden. So wurde beispielsweise bei dem Projekt "Mit Akkuschrauber " zur "Poleposition'" an drei Nachmittagen eine Seifenkiste mit akkubetriebenem Antrieb gebaut.

Bei dem Projekt "Das perfekte Dinner" stand das gleichnamige TV-Format von VOX Pate. An einem Wochenende planten die Jugendlichen ein Dinner, kauften dafür ein, kochten und lernten die modernen Umgangsformen für solcherlei Anlässe. Denecken dazu: "Das Prinzip des Lernens mit Kopf, Herz und Hand nach Pestalozzi wird bei BEO praktiziert". BEO fördert sowohl die Sozialkompetenzen als auch die praktischen Fähigkeiten der Jugendlichen. Dabei entstehen laut Denecken Erfolgserlebnisse, die das Selbstbewusstsein der Schüler stärken.

Insgesamt nahmen 1.630 Schüler von 70 Schulen an diesem Projekt teil. Wie erfolgreich die Jugendlichen BEO angenommen haben, zeigt, dass sich schon jetzt 1.600 Schüler für das Schuljahr 2009/2010 bei Projekten angemeldet haben. Weitere Informationen zu BEO finden Sie unter www.beo-netzwerk.de

 

BNN, 12.02.09

Mit "Beo" zum Beruf"


Immer mehr Schüler nehmen an Kursen und Projekten teil

 

"Für mich als ehemaliger Lehrer ist "Beo" die Erfüllung meiner pädagogischen Arbeit. Ich kann uns allen nur zu diesem erfolgreichen Projekt gratulieren." Harald Denecken, erster Bürgermeister unter anderem für Jugend und Soziales, ist sichtlich begeistert, wenn er über das Projekt zur vertieften Berufsorientierung "Beo" spricht. "Beo" wurde 2007 von der Stadt, dem Landkreis und der Arbeitsagentur ins Leben gerufen.
1630 Schüler nahmen von Januar bis Juli 2008 an 61 Workshops und Projekten teil, die ihre Berufswahl erleichtern und die Ausbildungschancen verbessern sollen. Das besondere an "Beo" ist, dass alle Schüler der siebten bis neuten Klasse teilnehmen können, egal an welcher Schule sie sind. "Vorträge und Filme reichen zur Berufsberatung nicht aus. Durch "Beo" sollen die Schüler einen Beruf finden, der ihnen Spaß macht", betont Hartmut Pleier, Leiter der Karlsruher Arbeitsagentur, der "Beo" initiierte. Denecken findet vor allem die erste Phase in der die Sozial- und Ausbildungsreife gefördert wird, extrem wichtig: "Durch die Kurse stärken die Schüler ihr Selbstbewusstsein und merken, dass sie etwas erreichen können." In dieser Phase absolvieren die Schüler zum Beispiel ein Benimmtraining oder eine Stilberatung. In der zweiten Phase "Praktische Projekte" werden die Jugendlichen selbst aktiv und fertigen eine Seifenkiste mit Motor oder informieren sich bei Auszubildenden bei Siemens, um anderen Teilnehmern die verschiedenen Ausbildungsberufe zu präsentieren. "Spätestens da spielt es keine Rolle mehr, ob einer Real- oder Hauptschüler ist", betont Susanne Günther von der Jugendagentur des Stadtjugendausschusses: "Viele Schüler waren so begeistert, dass sie sogar in den Schulferien an Projekten teilnahmen." Das besondere an "Beo" sei, dass auch die bestehenden Jugendeinrichtungen miteinbezogen werden und so auch nach dem Projekt den Schülern bei der Zukunftsplanung zur Seite stehen könnten.
Im ersten Halbjahr des aktuellen Schuljahres nahmen bereits 1600 Schüler teil, im zweiten werden über 50 Projekte angeboten. Deshalb soll "Beo" auch über 2010 hinaus weiterlaufen. " Und ich mache ehrenamtlich mit" verspricht Denecken. Mehr Informationen gibt es unter www.beo-netzwerk.de im Internet. (von Christiane Henrich)

 

Kurier, 11.07.08

Was soll ich werden?

Projekt BEO führt Schüler an das Berufsleben heran

 

Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten, sie zu fördern und zu unterstützen - das ist Inhalt des Projektes "BEO", das der Stadtjugendausschuss e. V. Karlsruhe in Kooperation mit dem Landkreis Karlsruhe und der Agentur für Arbeit seit Oktober 2007 durchführt. Das Projekt richtet sich an Schüler der Klasse 7 bis 9 an Haupt- und Realschulen. Das Ziel: BEO motiviert die Teilnehmer, sich frühzeitig aktiv für ihre beruflichen Interessen und individuellen Möglichkeiten zu engagieren. In Karlsruhe wurden seit Beginn 16 praktische Projekte durchgeführt. Weitere finden noch bis zu Beginn der Somerferien statt.

Das Projekt gliedert sich in zwei Bausteine: Baustein I bietet den Schülern die Chance, sich in Sozialkompetenz und Ausbildungsreife im außerschulischen Bereich zu qualifizieren. In einem zweiten Schritt nehmen Jugendliche an praktischen Projekten teil. Das Spektrum der insgesamt 34 praktischen Projekte im Stadt- und Landkreis Karlsruhe ist weit gefächert und reicht von Technik bis Literatur, von mauern bis kochen und vom Internet zur Waldarbeit. 

Beim Projekt "Stein auf Stein" baut beispielsweise ein Gruppe Achtklässler der Werner-von-Siemens-Schule in Kooperation mit einem Berufsschullehrer der Heinrich-Hübsch-Schule und drei Auszubildenden eine Sitzgelegenheit für den Schulhof. Die Anlage wurde von den Teilnehmern auch selbst geplant. Das bedeutet, dass die Schüler von der Planung bis zum Bau komplett in dem Prozess involviert sind. Bereichernd ist dabei auch der Kontakt mit Betriebsfachschulen und Auszubildenden. Die Azubis stellen den Jugendlichen ihren Ausbildungsbereich vor und geben ihr Gelerntes in der praktischen Umsetzung an die Schüler weiter. So wird Motivation und Engagement junger Menschen gebündelt.


BNN, 26.06.08

 

Mauern für die neue Bank

"Beo" steht für Berufsorientierung. Ziel des Projekts ist die Vorbereitung von Schülern auf das Berufsleben, sowie die Vermittlung von Sozialkompetenz und Ausbildungsreife. Seit "Beo", eine Kooperation zwischen den Stadtjugendausschuss Karlsruhe, dem Landkreis Karlsruhe und der Agantur für Arbeit, im Oktober 2007 startete, konnten 16 praktische Projekte aus dem Stadtgebiet abgeschlossen werden. Eines von ihnen trägt den Namen "Stein auf Stein".

Dahinter verbirgt sich ein kleines Bauprojekt an der Werner-von-Siemens-Schule: "Wir wollten auf unserem Gelände gerne eine Sitzgelegenheit für die Schüler errichten", sagt Schulleiterin Sylvia Schäfer. "Mit diesem Vorschlag haben wir uns bei 'Beo' beworben." Und der wurde in den vergangenen Tagen umgesetzt. Drei Mädchen und vier Jungs der achten Klasse machten sich an die Arbeit. Sie planten, schaufelten, mauerten und präsentierten gestern stolz das Endprodukt, eine steinerne Sitzbank.

Bevor es jedoch soweit war, hatten die jungen Baumeister Ideen gesammelt, Skizzen gezeichnet und schließlich einen Projektplan erstellt, wie Patrick Kreis erklärt. "Im Mathe-Unterricht haben wir den Betonverbrauch für das Fundament genau ausgerechnet." Das Gartenbauamt half nicht nur bei der Bereitstellung des Materials, Mitarbeiter gaben auch wertvolle Tipps.

Bei der Umsetzung wurden die Schüler von drei Maurerlehrlingen der Heinrich-Hübsch-Schule unterstützt. Der Kontakt mit Auszubildenden ist eine der Säulen des "Beo"-Projekts. Die Azubis stellen ihren Beruf vor und geben Gelerntes an die Jugendlichen weiter. "Wir haben die Anfangsreihe gesetzt und ihnen gezeigt wie das geht. Danach haben die Schüler weitergemauert", sagt David Goralczyk.

Auch die Schüler waren von der Projektarbeit begeistert: Marvin Voss berichtet, dass es sehr interessant gewesen sei, die ganze Bauphase von Anfang an zu begleiten. Ana Luisa Paiva E Sousa hat sich zusammen mit zwei ihrer Freundinnen für das Projekt gemeldet. "Es war wirklich sehr schön, aber Friseurin ist trotzdem immer noch mein Traumberuf."

Auch wenn man sich schließlich für einen anderen Beruf entscheide, sei es für die Zukunft wichtig, "frühzeitig in die Praxis hineinzuschnuppern", meint Bürgermeister Harald Denecken.

(Martina Erhard)

 

 

 

 

 

 

 

ka-news, 22.06.08

 

Netzwerk "beo" hilft

Schüler machen sich fit für den Beruf

 

Karlsruhe - Im Jugendzentrum Stutensee feilt Robert Palma an einem Stück Holz, das zur Dekoration des so genannten "Akkuracers" gehört. Der "Akkuracer" ist eine Art Seifenkiste, die Schüler in einem Projekt mit der Firma Siemens zu einem Rennwagen umfunktionieren. Die Schnelligkeit soll ein Akkubohrerantrieb bringen. Robert Palma hat das handwerkliche Arbeiten in der Technikstunde an der Erich-Kästner-Realschule Stutensee gelernt. Heute kann er seine Kenntnisse in dieses Pilotprojekt mit anderen Schülern einbringen. Zusammen mit seinem Freund Pascal hat er sich freiwillig gemeldet, um in dem Pilotprojekt "beo" sein berufliches Potential zu entdecken.

"beo" ist eigentlich ein Netzwerk für die Berufsorientierung. Seit dem vergangenen Jahr bietet es Schülern der Klassen 7, 8 und 9, die im Landkreis oder in der Stadt Karlsruhe wohnen, die Möglichkeit, über den optimalen Einstieg in das Berufsleben nachzudenken und an der eigenen Ausbildung zu arbeiten. In dem Netzwerk engagieren sich die Bundesagentur für Arbeit, der Stadtjugendausschuss und der Landkreis Karlsruhe gemeinsam mit Schulen und Betrieben. Das Projekt "beo" ist auf drei Jahre angelegt. Es soll die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Schüler fördern. Gleichzeitig ermöglicht es Information und Austausch bei der beruflichen Orientierung. Von der Zusammenarbeit sollen alle Beteiligten profitieren, denn schulische, soziale und betriebliche Bedürfnisse werden aufeinander abgestimmt.

Der "Akkuracer" nimmt langsam Gestalt an. Bei den "Klever"-Kindertagen im August soll er zum Einsatz kommen (Foto: ka-news)

Robert macht bei "beo" mit, weil er seine Zukunft aktiv gestalten möchte. Das Hauptziel von "beo" ist es, in einer immer komplexeren Arbeitswelt berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Gleichzeitig sollen die Schüler an der Schwelle zum Beruf ihre sozialen und kommunikativen Fähigkeiten entwickeln. So erfahren Robert und Pascal unter anderem, wie man sich in einem Vorstellungsgespräch positiv und zielgerichtet präsentiert. Insider des Projektes nennen dies "Baustein I". Hier werden nicht die praktischen, sondern die sozialen Kompetenzen unter die Lupe genommen. Die Schüler arbeiten ausschließlich in Gruppen, um ihren Teamgeist zu stärken.

Handeln mit Weitsicht führt zum Erfolg

"Wir wollen die Mädchen und Jungen schon im Vorfeld für die Berufswelt fit machen", sagt Richard Kalteisen, Jugendamtsleiter des Landratsamts Karlsruhe. Nur gute Noten seien nicht genug für eine erfolgreiche Bewerbung. Die Schule wird also an ein vielfältiges Netzwerk angeschlossen, das den Jugendlichen wichtige Einblicke in die Berufswelt ermöglicht. Interessierte Schüler können an den Projekten kostenlos teilnehmen. "Der Gesetzgeber hat festgestellt, dass in der Ausbildung unserer Jugendlichen etwas fehlt", erläutert Joachim Wagner, Teamleiter der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit in Karlsruhe. "Deshalb wurde dieses Element der offiziell vertieften Berufsorientierung ins Gesetz aufgenommen und Geld zur Verfügung gestellt."

Das Projekt "beo" hat viele Beteiligte: Becker und Wolf von Siemens Professional Education, Irine Helwe, Joachim Wagner, Teamleiter der Berufsberatung an der Agentur für Arbeit Karlsruhe und Richard Kalteisen, Jugendamtsleiter des Landratsamt Karlsruhe (Foto: ka-news)

Pascal und Robert arbeiten drei Tage lang mit anderen Schülern im Jugendzentrum Stutensee an dem Projekt "Mit dem Akkusschrauber zur Poleposition". Zusammen mit Auszubildenden der Firma Siemens basteln sie die Seifenkiste zusammen. Die Jungs sind offensichtlich zufrieden: "Heute wird der 'Akkuracer' fahrtüchtig sein", sagt Pascal, "aber die Dekorationen bauen wir erst morgen an".

Die Schüler erfahren direkt aus den Betrieben interessante Details zu ihrem Traumberuf (Foto: ka-news)

Dieser praktische Teil ist der "Baustein II" von "beo". Dieser ist nur in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Firmen möglich. "Wir haben natürlich ein Interesse", kommentiert Dieter Wolf von Siemens Professional Education, "jungen Leuten bei der Berufsorientierung zu helfen. Jugendliche wissen oft gar nicht so ganz genau, was sie werden wollen. Ich finde es wichtig, den jungen Leuten Gelegenheit zu geben, sich über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren". Die Firma Siemens beteiligt sich an dem Projekt mit insgesamt 40 Auszubildenen, die die Schüler beraten und unterstützen. "Mit ihnen kann man gut arbeiten", bestätigen Robert und Pascal. Die Azubis können Fragen über die Ausbildung genauer beantworten und sie leisten einen wichtigen Beitrag bei der Organisation der Projekte.

Pascal und Robert freuen sich über die Zusammenarbeit. (Foto: ka-news)

Das selbst gebastelte Fahrzeug "Akkuracer" wird maximal 25 Stundenkilometer fahren, aber diese Jugendlichen bewegen sich schon in die richtige Richtung. Ob "beo" erfolgreich ist oder nicht, das sagt Robert selbst: "Nächstes Jahr mache ich wieder mit." (tsp)

 

 

 

 

 

Meldung vom Sonntag, 22. Juni 2008  © ka-news 2008

 

 

ka-news, 1.12.2007

 

Vorbereitung auf den Beruf

Projekt soll Ausbildungsreife fördern

Im Fokus: die Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit (Foto: ka-news)

Karlsruhe - Um Jugendlichen der Region die Berufswahl zu erleichtern und ihre Ausbildungschancen zu verbessern, haben sich die Jugendagenturen des Stadt- und Landkreises Karlsruhe und die Berufsberatung der Arbeitsagentur zu einer Projektgemeinschaft zusammengeschlossen. Vorrangiges Ziel des Projekts zur vertieften Berufsorientierung (BEO) ist es, Schüler der Klassen sieben bis neun an insgesamt vierzehn Pilotschulen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen.

 

(...)

 

Planerische und handwerkliche Fähigkeiten

"Eine gute Bildung der Kinder und Jugendlichen - im Zusammenwirken aller Bildungsverantwortlichen - wird zur entscheidenden Ressource auch für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung unserer Gesellschaft", erläutert Peter Kappes, Leiter des Fachbereichs Mensch und Gesellschaft im Landratsamt Karlsruhe. Das Projekt BEO soll Jugendlichen die Möglichkeit geben, in verschiedenen Bausteinen ihre Sozial- und Ausbildungsreife zu vertiefen und in praktischen Modulen ihre Fähigkeiten zu testen. Um die Schüler entsprechend ihren Stärken und Neigungen fördern zu können, stehen zu Beginn des Projekts folgende Themen auf dem Programm: Kommunikation und Konflikte, Team- und Gruppenkompetenz, Biografiearbeit, Vorstellungsgespräch mit Videoauswertung einschließlich Typberatung und Benimmtraining sowie Onlinebewerbung.

Danach folgt die Praxisphase. Die Jugendlichen testen und probieren in konkreten Projekten Berufsfelder aus und üben die anfallenden Arbeiten und Tätigkeiten selbst aus. Sie sollen dadurch Einblicke in unterschiedliche Berufszweige erhalten, planerische und handwerkliche Fähigkeiten und Fertigungen erlernen. Die Grundlage der Projektausrichtung sind die Anforderungen der Betriebe an die künftigen Auszubildenden. Örtliche und überörtliche Betriebe werden in die Umsetzung der Praxisphase integriert, um einen direkten Einfluss auf die den Schülern zu vermittelnden Inhalte zu haben.

Die Projekte werden in unterrichtsfreien Zeiten, in Schulen, Jugendzentren oder Betrieben angeboten. Jedes Team hat einen Projektcoach, der unterstützt und Hilfestellung gibt. Die Projektaufgaben haben einen konkreten und ideellen Wert, damit sich die gesamte Gruppe mit dem Ergebnis identifizieren kann. Werden die gestellten Anforderungen von den Schülern erfüllt, erhalten sie ein Zertifikat in Form des sogenannten "Qualipasses". (ps/dab)


Meldung vom Samstag, 1. Dezember 2007  © ka-news 2007

 

 

 
BNN, 22.11.2007

 
Mit "Beo" zu Ausbildungsreife

 
Ein Beo ist ein lauter und kluger Vogel, der unter anderem harte Nüsse knackt. Grund genug für die Karlsruher Agentur für Arbeit, ihr neues Projekt zur Verbesserung der Ausbildungschancen für Jugendliche nach dem Tier zu benennen. "Beo" steht dabei für Berufsorientierung, so Cordula Strube, Teamleiterin für Berufsberatung. Das Projekt soll Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Sozial- und Ausbildungsreife zu vertiefen. Die Aktion richtet sich an Schüler der Klassen sieben bis neun.

Neben der Agentur für Arbeit beteiligen sich auch das Landratsamt und die Stadt bei der "Berufsorientierung im erweiterten Sinne", wie Hartmut Pleier das Projekt bezeichnet. Der Leiter der Agentur für Arbeit betont, daß es der Wunsch der Politik gewesen sei, die Berufsorientierung an den Schulen auszubauen. Ziel von Beo ist es, den Schülern noch mehr projektbezogene Erfahrung mitzugeben.

Die Aktion gliedert sich in zwei große Teile. Im ersten Schulhalbjahr werden die theoretischen Grundlagen gelegt. Den Schülern soll dabei die nötige Kompetenz für Vorstellungsgespräche oder Teamfähigkeit vermittelt werden. Im zweiten Teil ab Januar bekommt Beo einen praktischen Bezug. Die Schüler schnuppern in Berufe hinein. Verkauf, Bürotätigkeit oder auch handwerkliche Dinge werden dann praktiziert.

Die Aktion wird sowohl in der Stadt als auch im Landkreis in drei "Projektregionen" umgesetzt. In diesen dienen Schulen als Partner. Von Bedeutung sei dabei vor allem die Vernetzung von Schulen und Betrieben, so Susanne Günther vom Stadtjugendausschuss. Man wolle die Schüler mit der frühzeitigen Berufsorientierung "fitter für die Berufswahl" machen, so Pleier.

Bürgermeister Harald Denecken unterstreicht die Notwendigkeit des Projekts mit dem Verweis auf die Hauptschulen: Darin befänden sich so viele Schüler, "die nicht ausbildungsreif sind". Somit sei Beo ein Schritt in "dem Bemühen, an die ignoranten Jugendlichen ranzukommen", so Denecken.

Oft fehle vor allem die soziale Kompetenz, die durch die Eltern nicht vermittelt würde. Beo lebe dabei von der Freiwilligkeit. Über 200 Bewerbungen für das erste Projekthalbjahr würden jedoch beweisen, dass Interesse an dem Projekt bestehe, sagte Strube.